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Detailansicht Markterkundung


Name der Markterkundung MKK Gewerbegebiete
Gebiet(e) dieser Markterkundung Gewerbegebiete MKK
Fristbeginn 27.02.2019 12:00
Fristende 25.04.2019 12:00
Ansprechpartner Breitband Main-Kinzig GmbH
Frau Simone Roth (simone.roth@breitband-mkk.de)
Barbarossastr. Barbarossastr. 24
65371 Gelnhausen
Verfahrensgegenstand Der Main-Kinzig-Kreis hat in den letzten Jahren ein passives Breitbandnetz aufgebaut und dieses an einen Betreiber verpachtet, um für die Bürger und Gewerbebetriebe Breitbandzugänge mit Bandbreiten von 25-50 Mbit/s zu ermöglichen. Der Ausbau soll vorangetrieben werden, um die Breitbandziel der Bundesregierung Richtung Gigabit-Gesellschaft zu erreichen. Dazu stehen zunächst die Gewerbegebiete im Landkreis im Fokus. Hier werden in vielen Bereichen die Mindestbandbreiten von 30 Mbit/s pro Internetarbeitsplatz in den ansässigen Unternehmen nicht erreicht.
Der Main-Kinzig-Kreis beabsichtigt, in den Gewerbegebieten gigabitfähige Anschlüsse für alle Unternehmen zu errichten. Grundlage dafür ist die Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland zur Unterstützung des Aufbaus einer flächendeckenden Next Generation Access (NGA)-Breitbandversorgung vom 15.06.2015 („NGA-Rahmenregelung“), die Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ Überarbeitung vom 15.11.2018 und der darin enthaltene Sonderaufruf Gewerbegebiete.

Aus diesem Grunde wird ein Markterkundungs- und nicht förmliches Interessenbekundungsverfahren durchgeführt. Im genannten Gebiet bereits anbietende Unternehmen werden gebeten, aktuelle Übersichten der derzeitigen Up- und Downloadraten gebäudescharf darzustellen und entsprechende geokodierte Daten zur aktuelle Versorgungslage zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus werden die Unternehmen gebeten, Ausbaupläne einschließlich Mobilfunk für die nächsten drei Jahre im Zielgebiet oder Teilen dessen offenzulegen und mitzuteilen, ob der Aufbau eines gigabitfähigen-Netzes innerhalb des relevanten Zeitraums durch die Nutzung bestehender alternativer Infrastrukturen oder die Inanspruchnahme vorabregulierter Vorleistungen oder eines bezuschussten Darlehens erfolgen wird.

Es wird darauf hingewiesen, dass am Markterkundungsverfahren teilnehmende Unternehmen eigene Infrastrukturen der Bundesnetzagentur zur Aufnahme in den Infrastrukturatlas mitteilen müssen. Die Unternehmen erklären sich mit Abgabe der Unterlagen einverstanden, die vorhandenen Infrastrukturdaten im Infrastrukturatlas des Bundes zur Nutzung im Auswahlverfahren freizugeben und stimmen der Veröffentlichung durch die Bewilligungsbehörde zu. Die Ergebnisse der Markterkundung werden über das zentrale Online-Portal www.breitbandausschreibungen.de veröffentlicht. Teilnehmende Unternehmen erklären sich dazu ausdrücklich bereit.

Darüber hinaus werden interessierte Unternehmen gebeten, ihr Interesse an einer
Breitbanderschließung im o. g. Sinne zu bekunden und mitzuteilen, welche Leistungen der öffentlichen Hand aus ihrer Sicht für die Erschließung erforderlich sind.
Zusatzinformationen zum Verfahrensgegenstand für Markterkundungsverfahren Das Verfahren folgt den von der EU-Kommission in der Mitteilung vom 23.06.2006 (ABl. EU 2006/C 179/02) aufgestellten primärrechtlichen Grundsätzen, die auch für die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen gelten. Das Interessenbekundungs- und Auswahlverfahren erfolgt nach den Maßgaben der Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland zur Unterstützung des Aufbaus einer flächendeckenden Next Generation Access (NGA)-Breitbandversorgung vom 15. Juni 2015 („NGA-Rahmenregelung“), der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ vom 22.10.2015 in der Überarbeitung vom 15.11.2018 nebst aller Nebenbestimmungen und den Leitlinien der EU für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau (Breitbandleitlinien) vom 26.01.2013 und in Anlehnung an ein Verhandlungsverfahren i. S. des § 3 EG Abs. 3 VOL/A als "zweistufiges Verfahren".

In einer ersten Stufe werden die Wirtschaftsteilnehmer ermittelt, welche die erforderliche Eignung für eine leistungsfähige Breitbandversorgung bieten und die zur Abgabe eines verbindlichen Angebotes aufgefordert werden. Es ist beabsichtigt, maximal drei geeignete Bewerber zur Angebotsabgabe aufzufordern. Die Auswahl der im zweiten Schritt zur Angebotsabgabe aufzufordernden Wirtschaftsteilnehmer wird nach Maßgabe und durch vergleichende Bewertung der nach dieser Ziffer vorgelegten Unterlagen und Nachweise, insbesondere der fachlichen Qualifikationen sowie der Referenzen getroffen. Die zweite Stufe des Verfahrens umfasst die Angebots- und Wertungsphase.

Teilnahmebedingungen:
Mit dem Teilnahmeantrag sind die folgenden Nachweise und Erklärungen zum Nachweis der erforderlichen Eignung innerhalb der genannten Frist vorzulegen:
1. Vorlage einer aussagekräftigen Unternehmensdarstellung,
2. Vorlage eines aktuellen Handelsregisterauszuges,
3. Vorlage einer aktuellen Gewerbeanmeldung,
4. Bestätigung in Form einer Eigenerklärung, wonach
a) über das Vermögen des Bewerbers ein Insolvenzverfahren oder vergleichbares gesetzliches Verfahren nicht eröffnet oder die Eröffnung nicht beantragt oder der Antrag nicht mangels Masse abgelehnt worden ist und
b) der Bewerber seine Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt hat.
5. Nachweis einer Registrierung als Netzbetreiber bei der Bundesnetzagentur und eine im Wege der Eigenerklärung erklärte Zusicherung, dass alle Gesetze und Vorschriften, welche sich auf die Bereiche Planung, Aufbau und Betrieb von Telekommunikationsanlagen beziehen, eingehalten werden.
6. Nachweis fundierter Erfahrungen im Bau von glasfaserbasierten Telekommunikationsnetzen,
7. Darstellung der ausreichenden Finanzkraft und der ausreichenden Bonität des Bewerbers durch die Vorlage geeigneter Nachweise z. B. Wirtschaftsauskunft, Vorlage der Jahresabschlüsse der letzten dreiabgeschlossenen Geschäftsjahre des Bewerbers (2014-2016) oder andere geeignete Nachweise, die für die Einschätzung der finanziellen Situation des Bewerbers relevant sein können.
8. Angaben über die eingesetzte Breitbandtechnologie und die damit zur Verfügung gestellten Bandbreiten an den Schulen.
9. Abgabe einer detaillierten Übersicht über die aktuellen und zukünftig geplanten Bandbreiten auf Anschlusseben in Tabellenform oder als ESRI-Shape-Dateien (geokodiert, Gebäuudegenau)
10. Vorlage eines Grobkonzeptes in Bezug auf die sukzessive Entwicklung der Breitbandversorgung.

Ausländische Bewerber haben statt der etwa geforderten amtlichen Nachweise nach deutschem Recht gleichwertige Bescheinigungen nach den Vorschriften des Herkunftslandes vorzulegen.
Die Kommune behält sich vor, im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens weitere Unterlagen, Nachweise und Erklärungen, insbesondere zum Nachweis der Fachkunde und Leistungsfähigkeit zur Errichtung einer flächendeckenden Breitbandversorgung, zu fordern.
Geforderte Sicherheiten als spätere Bedingung für den Auftrag: Geeignete Sicherheiten in angemessener und üblicher Höhe; bei Finanzierung mit Fremdkapital: Finanzierungsbestätigung des finanzierenden Kreditinstitutes (nicht mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen).

Die Interessenbekundungen sind in einem verschlossenen Umschlag in deutscher Sprache, unterschrieben und als "Interessenbekundung Breitbandversorgung Gewerbegebiete Main-Kinzig-Kreis - nur persönlich öffnen" gekennzeichnet bei folgender Adresse einzureichen:
Breitband Main-Kinzig GmbH
Barbarossastr. 24
63571 Gelnhausen.
Für die Wahrung der Frist kommt es auf den Eingang beim Auftraggeber an. Teilnahmeanträge/Interessenbekundungen in elektronischer Form (z. B. Telegramm, Telebrief, Telex, Telefax, E-Mail oder ähnliches) werden nicht berücksichtigt.
Etwaige Fragen zum Teilnahmewettbewerb sind schriftlich oder in elektronischer Form (E-Mail) an die genannte Stelle zu richten.
Dokument(e) Gewerbegebiete Main-Kinzig-Kreis: download

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