Detailansicht Ausschreibung EU

zurück zur Übersicht
Bezeichnung Landkreis Rottweil
Gebiet(e)
Art des Ausschreibungsverfahrens Verhandlungsverfahren
Art der Veröffentlichung der Ausschreibung auf www.breitbandausschreibungen.de Ausfüllen und Veröffentlichung der Ausschreibungsinformationen auf www.breitbandausschreibungen.de
Fristbeginn 15.06.2015 00:00
Fristende 20.07.2015 23:59
Name, Adressen und Kontaktstelle Heuking Kühn Lüer Wojtek
Herr Dr. Markus Klinger (m.klinger@heuking.de)
Augustenstraße 1
70178 Stuttgart
Weitere Auskünfte erteilen (Ansprechpartner) Heuking Kühn Lüer Wojtek
Herr Dr. Markus Klinger (m.klinger@heuking.de)
Augustenstraße 1
70178 Stuttgart
Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken Heuking Kühn Lüer Wojtek
Herr Dr. Markus Klinger (m.klinger@heuking.de)
Augustenstraße 1
70178 Stuttgart
Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an Heuking Kühn Lüer Wojtek
Herr Dr. Markus Klinger (m.klinger@heuking.de)
Augustenstraße 1
70178 Stuttgart
Art des öffentlichen Auftraggebers Regional- oder Lokalbehörde
Wenn Sonstige:
Haupttätigkeit(en) allgemeine öffentliche Verwaltung
Wenn Sonstiges:
Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber Nein
Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber Ausschreibung der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Investitionsbeihilfen zum Zwecke der Errichtung
und des Betriebs einer Breitbandinfrastruktur sowie des Angebots breitbandiger Telekommunikationsdienste in
unterversorgten Gebieten des Landkreises Rottweil.
Art des Auftrags Dienstleistung
Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung Gewährung von Investitionsbeihilfen für die Errichtung einer TK-Breitbandinfrastruktur im Landkreis Rottweil.
NUTS-Code DE135
Angaben zum öffentlichen Auftrag, zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem (DBS) Keine Angaben
Angaben zur Rahmenvereinbarung Keine Angaben
Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens a. Zusammenfassende Projektskizzierung
Der Landkreis Rottweil ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Regierungsbezirk Freiburg. Der Landkreis Rottweil hat rd. 135.300 Einwohner. Er besteht aus 21 Städten und Gemeinden.

In den NGA-Ausbau einbezogen werden sollen die nachfolgend aufgezählten Städte sowie Gemeinden:


Städte
• Dornhan mit den Stadteilen Bettenhausen, Busenweiler, Fürnsal, Leinstetten, Marschalkenzimmern, Weiden
• Oberndorf am Neckar mit den Stadteilen Aistaig, Altoberndorf, Beffendorf, Bochingen, Boll, Hochmössingen, Lindenhof
• Rottweil mit den Stadteilen Feckenhausen, Göllsdorf, Hausen o.R., Neufra, Neukirch, Zepfenhan
• Schiltach mit den Stadteilen Lehengericht
• Schramberg mit den Stadteilen Sulgen, Heiligenbronn, Tennenbronn, Waldmössingen
• Sulz am Neckar mit den Stadteilen Bergfelden, Dürrenmettstetten, Fischingen, Glatt, Holzhausen, Hopfau, Mühlheim a.B., Renfrizhausen, Sigmarswangen

Gemeinden
• Aichhalden mit den Gemeindeteilen Rötenberg
• Bösingen mit den Gemeindeteilen Herrenzimmern
• Deißlingen mit den Gemeindeteilen Lauffen
• Dietingen mit den Gemeindeteilen Böhringen, Gößlingen, Rotenzimmmern
• Dunningen mit den Gemeindeteilen Lackendorf, Seedorf
• Epfendorf mit den Gemeindeteilen Trichtingen, Harthausen, Talhausen
• Eschbronn mit den Gemeindeteilen Locherhof, Mariazell
• Fluorn-Winzeln
• Lauterbach mit den Gemeindeteilen Sulzbach und Fohrenbühl
• Schenkenzell mit den Gemeindeteilen Kaltbrunn
• Vöhringen mit den Gemeindeteilen Witterhausen
• Wellendingen mit den Gemeindeteilen Wilflingen
• Zimmern ob Rottweil mit den Gemeindeteilen Flözlingen, Horgen, Stetten

Ziel dieser Maßnahme ist es, durch die Gewährung von Investitionsbeihilfen zu ermöglichen, die im Kreisgebiet gelegenen Kabelverzweiger (KVz) über ein NGA-Netz zu erschließen sowie gegebenenfalls neue KVz zu bauen, um die Privathaushalte und Gewerbebetriebe im Ausbaugebiet auf der Basis eines sog. FTTC-Ansatzes (fibre to the curb) mit Breitbandanschlüssen zu versorgen. Dabei sollen die Breitbandanschlüsse den privaten Haushalten flächendeckend eine Übertragungsrate von mindestens 30 Mbit/s im Downstream und mindestens 10 Mbit/s im Upstream bieten. Die ansässigen Gewerbebetriebe sollen hingegen mit Bandbreiten von über 30 Mbit/s symmetrisch (Downstream/Upstream) erschlossen werden. Auf diese Weise soll eine zukunftsfähige und flächendeckende Breitbandversorgung sichergestellt werden.

Auf Grund der erhöhten Nachfrage nach hochleistungsfähigen Internetzugängen ist – unter Beibehaltung des flächendeckenden Ausbaus mit Downloadgeschwindigkeiten von mindesten 30 Mbit/s – beabsichtigt, ca. 75 % der im festgelegten Ausbaugebiet erreichbaren Teilnehmeranschlüsse mit einer Zugangsrate von mindesten 50 Mbit/s im Download und ca. 25 % der erreichbaren Teilnehmeranschlüsse mit einer Zugangsrate von bis zu 100 Mbit/s zu erschließen.

Die gewährten Investitionsbeihilfen sollen ausschließlich zur Erstellung eines NGA-Netzes verwendet werden, welches im Eigentum eines privaten Unternehmens steht. Der jeweilige private Netzbetreiber erhält hierbei das Recht bzw. übernimmt die Verpflichtung, die entsprechende Breitbandinfrastruktur unter Nutzung der Investitionsbeihilfen zu errichten, aktive Komponenten zu installieren, das NGA-Netz in Betrieb zu nehmen und für eine Mindestdauer von 15 Jahren zu betreiben und gegenüber den örtlichen Endkunden sowie interessierten Drittanbietern entsprechende Dienstleistungen und Angebote (Telefonie, Internet-Zugang sowie Mehrwertdienste, wie z. B. IP-TV) zu marktüblichen Konditionen zu erbringen.

Mit dem gegenständlichen Teilnahmewettbewerb beabsichtigt der Landkreis Rottweil zur Erbringung der vorgenannten Leistungen und Dienste grundsätzlich bereite und geeignete Bieter zu ermitteln.

Bei der Bereitstellung der Investitionsbeihilfen werden die Vorgaben der sog. „Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung II“ sowie der EU-Leitlinien vom 26. Januar 2013 für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau (2013/C 25/01) Berücksichtigung finden (vgl. Ziff.III.1.4).

b. Gegenwärtige Bedarfs- und Versorgungssituation
Gezielte Analysen haben als Ergebnis hervorgebracht, dass sowohl die privaten als auch die gewerblichen Nutzer im Kreisgebiet einen hohen Bedarf an schnellen Breitbandanschlüssen haben. Hinsichtlich der Privathaushalte ist gegenwärtig von einem Bedarf von mindestens 30 Mbit/s im Downstream und mindestens 10 Mbit/s im Upstream auszugehen. Die ansässigen Gewerbetreibenden haben sogar einen Bedarf von symmetrischen 30 MBit/s im Download/Upload angemeldet. Bei einem hohen Anteil der Nutzer besteht sogar ein Bedarf von Downloadgeschwindigkeiten von über 50 Mbit/s, bzw. bis zu 100 Mbit/s.

Insbesondere für die im Kreisgebiet angesiedelten Unternehmen stellt sich die Verfügbarkeit von breitbandigen Internetanschlüssen zunehmend als unverzichtbare Infrastrukturvoraussetzung sowie als harter Standortfaktor in einem europaweiten bzw. weltumspannenden Wettbewerbsumfeld dar. Dies gilt mindestens in dem gleichen Maße für die im Vorhabengebiet ansässige Industrie, welche vorliegend von den Gewerbebetrieben mitumfasst wird. Die privaten Haushalte erhoffen sich von einer breitbandigen Internetversorgung neuartige Unterhaltungs- und Freizeitangebote sowie insbesondere auch Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, die aufgrund der gegenwärtigen Unterversorgung derzeit nicht gegeben sind.

Nach aktuellem Kenntnisstand liegen die Bandbreiten im Vorhabengebiet unterhalb von 30 Mbit/s; in einigen Ortslagen auch unterhalb von 2 Mbit/s. Ziel ist eine flächendeckende NGA-Breitbandgrundversorgung für Private mit Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s im Downstream und von mindestens 10 Mbit/s im Upstream und für Gewerbetreibende mit Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s symmetrisch. Dabei sollen einem Teil der Anschlussnehmer – wie zu zuvor im Einzelnen dargestellt – deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten angeboten werden.

Um Lösungen durch den Markt nicht zu behindern und Fehlinvestitionen zu vermeiden, führte der Landkreis Rottweil zugleich eine Erkundung bei Breitbandversorgern durch. Mit dem gegenständlichen Interessenbekundungsverfahren beabsichtigt der öffentliche Auftraggeber nunmehr letztmalig das Marktversagen zu prüfen. Vor diesem Hintergrund werden interessierte Unternehmen gebeten, innerhalb der unter Ziff. IV.3.4). angegebenen Frist ihr entsprechendes Interesse zu bekunden. Sicherzustellen ist hierbei der unten beschriebene Leistungsumfang. Bei entsprechender Interessenbekundung müsste ein verbindlicher Vertrag über den beihilfefreien Ausbau geschlossen werden. In diesem Falle wäre die Durchführung eines Verhandlungsverfahrens über einen Breitbandausbau unter Gewährung einer öffentlichen Beihilfe entbehrlich, so dass eine Aufhebung des anschließend beschriebenen Vergabeverfahrens entsprechend vorbehalten bleibt.

i. Das Unternehmen beabsichtigt innerhalb der nächsten drei Jahre flächendeckend im vorbezeichneten Ausbaugebiet den Ausbau eines NGA-Netzes, das für den privaten Endnutzerkreis eine Übertragungsrate von mindestens 30 Mbit/s im Downstream und mindestens 10 Mbit/s im Upstream oder höher ermöglichen wird.

ii. Das Unternehmen beabsichtigt innerhalb der nächsten drei Jahre in Gewerbegebieten des vorbezeichneten Ausbaugebietes den Ausbau eines NGA-Netzes, das für den gewerblichen Endnutzerkreis eine Übertragungsrate von mindestens 30 Mbit/s im Downstream und mindestens 30 Mbit/s im Upstream über FTTB-Anschlüsse ermöglichen wird.

c. Details zum Ausbauprojekt
In Anbetracht des bisherigen nachhaltigen Marktversagens sieht sich der Landkreis Rottweil daher in der Gewährleistungsverantwortung, den flächendeckenden Ausbau von NGA-Breitbandanschlüssen als aktiven Beitrag zur Zukunftssicherung der angesiedelten Unternehmen und als Akt der Daseinsvorsorge zugunsten der Privathaushalte zu realisieren.

Mit einem kreisweiten Ansatz soll einer möglichst kosteneffizienten und wettbewerbsneutralen Umsetzung der Ausbaubestrebungen in den unterversorgten Gebieten Rechnung getragen werden.

Im Gebiet des Landkreises Rottweil soll in folgenden Städten und Gemeinde eine Umsetzung des vorbeschriebenen Breitbandprojekts erfolgen:



Stadt Einwohneranzahl 31. Dezember 2013
Dornhan 5.991
Oberndorf am Neckar 13.552
Rottweil 24.378
Schiltach 3.818
Schramberg 20.716
Sulz am Neckar 11.875

Gemeinde Einwohneranzahl 31. Dezember 2013
Aichhalden 3.969
Bösingen 3.353
Deißlingen 5.930
Dietingen 3.928
Dunningen 5.957
Epfendorf 3.256
Eschbronn 2.084
Fluorn-Winzeln 3.087
Hardt 2.525
Lauterbach 2.838
Schenkenzell 1.765
Villingendorf 3.207
Vöhringen 4.255
Wellendingen 2.999
Zimmern ob Rottweil 5.836

Hinsichtlich der in den jeweiligen Städten und Gemeinden ansässigen Gewerbebetriebe verweisen wir höflich auf die öffentlich zugänglichen Informationen der Handwerkskammer Konstanz sowie der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg, welche unter nachfolgenden Links abrufbar sind:

„http://www.schwarzwald-baar-heuberg.ihk.de/fileadmin/IHK_root/Hauptgeschaeftsfuehrung/Downloads/Downloads_2015/statistik_2015/ihk_bezirk_in_zahlen_2015.pdf“;

„https://www.hwk-konstanz.de/artikel/stark-in-der-region-64,343,177.html“.

Gegenwärtigen Schätzungen zufolge werden demnach voraussichtlich ca. 300 KVz zu erschließen sein.

Bestandsinfrastrukturen werden gegebenenfalls verfügbar sein. Eine Aufstellung mit näheren Informationen über möglicherweise zur Verfügung stehende Infrastruktureinrichtungen wie Leerrohre, mit zu nutzende Masten, Grundstücke/Gebäude (mit Stromversorgung) oder ggf. geplante Bauvorhaben etc. auf dem Vorhabengebiet oder sonstigen relevanten Informationen, werden im Laufe des Verfahrens auf Nachfrage zur Verfügung gestellt. Eine Einbeziehung der vorhandenen Bestandsinfrastruktur der öffentlichen Hand durch den Bieter wird positiv bei der Bewertung des Angebotes berücksichtigt.

Die zu errichtende Breitbandinfrastruktur soll so ausgestaltet sein, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt zu einer noch höheren Qualitätsstufe (z. B. FTTB/FTTH) zukunftsfähig ausgebaut und erweitert werden kann. Insoweit gilt es auch sicherzustellen, dass mit Anschluss weiterer Teilnehmer keine Bandbreitenverringerung für die übrigen Nutzer einhergeht.

Der Landkreis Rottweil behält sich nach Maßgabe der rechtlichen Vorgaben bzw. bei einer auf Grundlage der Verhandlungen deutlich werdenden Unwirtschaftlichkeit vor, die Investitionsbeihilfen für die Errichtung des NGA-Netzes im Kreisgebiet bzw. in Teilregionen nicht zu vergeben.

Darüber hinaus behält sich der Landkreis Rottweil vor, den Bieter zu verpflichten, dem Landkreis einschließlich aller Städte, Gemeinden, Behörden, Anstalten und Schulen des Kreises ein Microduct zur ausschließlichen, unbefristeten und unentgeltlichen Nutzung für die Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben zur Verfügung zu stellen.

Diese Entscheidung wird nach Maßgabe der Rückmeldungen im Rahmen dieses Teilnahmewettbewerbs und vor der Aufforderung zur Erstellung eines Angebots entschieden werden. Die Errichtung des NGA-Netzes soll nach heutiger Planung bis spätestens Ende 2017 abgeschlossen sein.
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV-Code) 32571000
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): Nein
Aufteilung des Auftrags in Lose: Nein
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: Nein
Geschätzter Wert ohne MwSt Keine Angaben
Optionen Nein
Beschreibung der Optionen
Dieser Auftrag kann verlängert werden Nein
Anzahl der möglichen Verlängerungen
Vertragslaufzeit in Monaten 24
Beginn der Auftragsausführung 31.12.2015 00:00
Ende der Auftragsausführung 31.12.2017 00:00
Geforderte Kautionen und Sicherheiten Ja, Art und Höhe der zu stellenden Sicherheiten werden noch im Laufe des weiteren Ausschreibungsverfahrens
zu bestimmen sein.
Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften
Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird
Sonstige besondere Bedingungen Das Auswahlverfahren ist unter Beachtung der besonderen Anforderungen der Allgemeinen
Gruppenfreistellungsverordnung II und der EU-Leitlinie vom 26. Januar 2013 für die Anwendung der
Vorschriften über staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau (2013/C 25/01)
durchzuführen.
Danach ist der auszuwählende TK-Netzbetreiber gemäß Art. 52 Abs. 5 AGVO II unter anderem dazu
verpflichtet, einen offenen Zugang zu den aktiven und passiven Infrastrukturen auf Vorleistungsebene
einschließlich einer physischen Entbündelung für einen Mindestzeitraum von 7 Jahren zu gewährleisten,
während das Recht auf Zugang zu Leerrohren im Falle der Verlegung von Leerrohren unbefristet bestehen
muss. Im Falle der Verlegung von Leerrohren müssen diese groß genug für mehrere Kabelnetze sein und auf
verschiedene Netztopologien ausgelegt sowie dokumentiert sein.
Neben der Abgabe einer Verpflichtungserklärung zum Betrieb des zu errichtenden NGA-Netzes für eine
Mindestdauer von 15 Jahren ist zudem die Berücksichtigung einer Option zur Eigenausführung im Falle
verzögerter Aktivierungen von Teilen des NGA-Netzes vorgesehen.
Die Bewerber haben die Wirtschaftlichkeitslücke im Einzelnen darzulegen und zu erläutern. Die
Investitionsbeihilfe wird, soweit diese gewährt werden sollte, nicht über die ermittelte Wirtschaftlichkeitslücke
hinausgehen.
Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister - Unternehmensprofil des Bewerbers (Dauer des Firmenbestehens, bzw. Gründungsjahr, gewählte Rechtsform,
gegenwärtige Anzahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer),
- Auszug aus dem Berufs- und Handelsregister,
- Nachweis über Anmeldung des Bewerbers bei der jeweiligen Berufsgenossenschaft sowie
- Nachweis über das Vorliegen einer Meldebestätigung nach § 6 Telekommunikationsgesetz.
Eigenerklärung darüber,
- dass über das Firmenvermögen des Bewerbers kein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzlich
geregeltes Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt worden ist oder der Antrag mangels Masse
abgelehnt wurde,
- dass sich die Firma des Bewerbers nicht in Liquidation befindet,
- dass die Firma des Bewerbers keine schwere Verfehlung begangen hat, die die Zuverlässigkeit in Frage stellt,
- dass die Firma des Bewerbers der Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur
gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß nachgekommen ist,
- dass im Vergabeverfahren keine vorsätzlich unzutreffenden Erklärungen in Bezug auf die Fachkunde,
Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Bewerbers gemacht wurden bzw. werden,
- dass die in § 6 VOL/A-EG Abs. 4 genannten Ausschlussgründe auf den Bewerber keine Anwendung finden,
- dass die Firma die Bestimmungen des Tariftreue- und Mindestlohngesetzes für öffentliche Aufträge in Baden-
Württemberg einhält und im Auftragsfall einhalten wird sowie
- dass die Firma die Bestimmungen gegen Schwarzarbeit, illegale Arbeitnehmerüberlassung und gegen
Leistungsmissbrauch i.S.d. Dritten Sozialgesetzbuches, des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes bzw. des
Gesetzes zur Bekämpfung der Schwarzarbeit einhält und im Auftragsfall einhalten wird.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit - Eigenerklärung über den Gesamtumsatz des
Unternehmens sowie den Umsatz bezüglich der
besonderen Leistungsart, die Gegenstand dieser
Ausschreibung ist, jeweils bezogen auf die letzten 3
Geschäftsjahre,
- Vorlage der Jahresabschlüsse/Bilanzen bezogen auf
die letzten 3 Geschäftsjahre,
- Eigenerklärung und – soweit nicht durch
verfügbare Mittel gedeckt – Bestätigung eines
Finanzierungspartners bzw. Finanzdienstleisters, dass
die privat zu erbringenden Investitionen abgedeckt sind,
sowie
- Nachweis für das Vorliegen einer angemessenen
Betriebshaftpflichtversicherung.
Technische Leistungsfähigkeit - Vorlage einer Auflistung von mindestens 5 Referenzen
vergleichbarer Projekte (kurze Beschreibung von Art
und Umfang sowie Leistungszeitraum der jeweiligen
Aufträge, Bezeichnung des jeweiligen Auftraggebers
einschließlich Benennung eines Ansprechpartners
sowie entsprechender Kontaktdaten),
- Angaben und Erläuterungen zur fachlichen
Kompetenz im Zusammenhang mit der Errichtung
und dem Betrieb von Breitbandinfrastrukturen auf
Glasfaserbasis, sowie
- Nachweis darüber, dass der Bewerber über das
erforderliche technische Equipment sowie genügend
personelle Ressourcen verfügt, um den technischen
Ausbau und Betrieb in der geplanten Zeit realisieren zu
können.
Der Bewerber hat auf Grundlage der zuvor genannten
Anforderungen seine Eignung zur Teilnahme am
Wettbewerb nachzuweisen, die als Anhang zum
Teilnahmeantrag einzureichen sind. Der öffentliche
Auftraggeber wird die Eignung auf Grundlage der
übersandten Unterlagen nach Ablauf der Teilnahmefrist
prüfen. Sollten nach Auswertung der eingereichten
Unterlagen Zweifel an der Eignung des Bewerbers
bestehen, kann er den Bewerber zur Vorlage
weitergehender Unterlagen oder zur Erklärung bereits
vorgelegter Angaben und Nachweise auffordern.
Zur weiteren Verfahrensweise siehe Ziff. VI.3).
Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen Keine Angaben
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten Nein
Juristische Personen müssen die Namen und die beruflichen Qualifikationen der Personen angeben, die für die Erbringung der Dienstleistung verantwortlich sind Ja
Beschränkung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden Geplante Zahl der Wirtschaftsteilnehmer: 5
Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote: ja
Zuschlagskriterien und Gewichtung Zuschlagskriterium ist das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind. Dabei wird das wirtschaftlich günstigste Angebot den Zuschlag erhalten, welches bei möglichst geringer investiver Unterstützung durch den Landkreis Rottweil die Vorgaben hinsichtlich der geforderten Bandbreiten einhält und die größtmögliche prozentuale Erschließung des Ausbaugebietes gewährleistet.
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt Nein
Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber BB RW 52-8435
Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags Nein
Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen bzw. der Beschreibung Keine Angaben
Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge 20.07.2015 00:00
Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber 28.07.2015 00:00
Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können Deutsch
Bindefrist des Angebots 31.05.2016 00:00
Tag der Öffnung der Angebote 21.07.2015 00:00
Personen, die bei der Öffnung der Angebote anwesend sein dürfen
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag Nein
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird Nein
Angabe der Vorhaben und/oder Programme
Zusätzliche Angaben Ziel dieses Teilnahmewettbewerbs ist die Ermittlung geeigneter Bieter für die Inanspruchnahme von
Investitionsbeihilfen für die Errichtung und den Betrieb eines NGA-Netzes, mit der Folge, dass die
rechtlichen Vorgaben an die Durchführung eines Vergabeverfahrens nach den §§ 97 ff. GWB bzw. der EURichtlinie
2004/18/EG keine unmittelbare Anwendung finden. Gleichwohl soll sich die Ausschreibung dieser
Beistellungsleistungen an vergaberechtlichen Grundsätzen - insbesondere dem Transparenzgebot sowie
dem Gleichbehandlungsgrundsatz - orientieren. Ein Rechtsanspruch auf die Anwendung vergaberechtlicher
Vorgaben wird hierdurch indes nicht begründet.
Zum weiteren Verfahrensablauf:
Die Teilnahmeanträge sind in unterzeichneter Form sowie unter Beifügung der angefragten Angaben sowie
Nachweise in einem verschlossenen Umschlag bei der unter Ziffer I.1. genannten Kontaktstelle fristgemäß
einzureichen. Teilnahmeanträge, die in elektronischer Form oder nach Fristablauf an die Kontaktstelle
eingereicht werden, werden ausgeschlossen.
Nach Ablauf der Teilnahmefrist werden zunächst die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Teilnahmeanträge
auf Vollständigkeit geprüft und anhand der genannten Eignungskriterien die generell zugelassenen Teilnehmer
ermittelt (Teilnahmewettbewerb).
Im Anschluss hieran werden bis zu 5 Teilnehmer aufgefordert, Angebote bezüglich des Umfangs der
Investitionsbeihilfen, der Erbringung des Netzausbaus und Netzbetriebsleistungen und den darauf aufbauenden
Diensten vorzulegen, über die im Rahmen von individuellen Gesprächsterminen verhandelt werden soll
(Verhandlungsverfahren).
Der öffentliche Auftraggeber behält sich nach Durchführung der ersten Verhandlungsrunde eine Verringerung
der Teilnehmeranzahl sowie die Durchführung mehrerer Verhandlungsrunden vor.
Derzeit angestrebt ist die Zuschlagserteilung bis zum 20. Dezember 2015. Die zur Ermittlung des
wirtschaftlichsten Angebots erforderlichen Wertungs- und Zuschlagskriterien sind der Aufforderung der
zugelassenen Teilnehmer zur Abgabe eines Angebots zu entnehmen.
Mit diesem Teilnahmewettbewerb wird der öffentliche Auftraggeber nicht zur Leistung einer Beihilfe verpflichtet.
Insbesondere bleibt dem öffentlichen Auftraggeber die Vergabe vorbehalten, sollte sich das Breitbandprojekt als
gesamtwirtschaftlich nicht darstellbar bzw. finanzierbar erweisen.
Für die Teilnahme an dem Teilnahmewettbewerb besteht keinerlei Verpflichtung. Der öffentliche Auftraggeber
kann zudem keine Kosten übernehmen, die den Bietern im Zusammenhang mit der Teilnahme an dem
Teilnahmewettbewerb entstehen können bzw. werden.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren Landkreis Rottweil
Herr Hans Klaiber (Hans.Klaiber@LRARW.de)
Königstrasse 36
78614 Rottweil
Einlegung von Rechtsbehelfen Ergeht eine Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Bieter wegen Nichtbeachtung der Vergabevorschriften ein Nachprüfungsverfahren nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang vor der Vergabekammer beantragen. Nach Ablauf der Frist ist der Antrag unzulässig (§ 107 Abs. 3 Nr. 4 GWB).
Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt Landkreis Rottweil
Herr Hans Klaiber (Hans.Klaiber@LRARW.de)
Königstrasse 36
78614 Rottweil
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung 15.06.2015 00:00
Dokument(e) Markterkundungsverfahren LK Rottweil: download

Detailansicht Ausschreibung (Ergebnis)

Typ der Meldung Komplettmeldung
Namenszusatz
Beihilferegelung NGA Rahmenregelung
Name des Beihilfeempfängers Telekom Deutschland GmbH
Beihilfebetrag in Euro11.846.600,00 EUR
Beihilfeintensität 60%
Durch die Förderung ermöglichte Technologie FTTC
Veröffentlicht am 19.12.2017 13:50
Sonstige Angaben

Detailsansicht zu Vorleistungsprodukten

1.
Entbündelter Zugang (Preis in EUR)6,77 EUR
Bitstrom Layer 2 (Preis in EUR)18,56 EUR
Bitstrom Layer 3 (Preis in EUR)25,32 EUR
Weitere Vorleistungsprodukte und die zugehörigen Preise einhttp://www.wholesale-telekom.de/
Herangezogene Kriterien des Benchmarkings zur Festsetzung der Vorleistungspreise und -konditionen

Ausführliche Informationen zu den Gebieten erhalten Sie, wenn Sie sich einloggen.

Sie sind nicht eingeloggt. Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich, wenn Sie eine Meldung abgeben möchten.
Registrierung für Bieter/Anbieter